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Vereinschronik |
Der Verein wurde im Jahre 1894
als Turnverein gegründet. 1906 wurde als zweiter Verein der "Turnerbund
Siegelbach" ins Leben gerufen. Beide Vereine schlossen sich im Jahre
1910 zur "Vereinigten Turnerschaft 1894 Siegelbach" zusammen.
Dank der Vorstandschaft und der selbstlosen Arbeit der jeweiligen
Turnwarte, konnte der Verein bei den in der Folgezeit stattfindenden
Gau- und Kreisturnfesten viele Einzel- und Mannschaftserfolge erzielen.
Während des ersten Weltkrieges kam der Turnbetrieb fast völlig zum
Erliegen. 19 Mitglieder darunter einige der besten aktiven Turner,
waren im Krieg gefallen.
1920 wurde der Turnbetrieb wieder aufgenommen. Am 17. und 18. Juli
dieses Jahres wurde das Gauturnfest in Siegelbach veranstaltet.
Im gleichen Jahr führte man das Frauenturnen ein. Schon in ganz
kurzer Zeit verfügte der Verein über eine gute Frauen und Mädchenriege,
die erfreuliche Erfolge zu verzeichnen hatte. 1920 gründete der
Verein eine Spielabteilung. Mit einer aktiven und einer Jugendmannschaft
wurde Handball gespielt.
Zum 1. Pfälzer Kreisturnfest am 23.07.1922 in Speyer hatte der Verein
eine Musterriege entsandt, die weit und breit ihresgleichen suchte.
Im Februar 1924 wurden seitens der Besatzungsbehörde sämtliche Turn-
und Sportvereine verboten und aufgelöst, das Verbot wurde jedoch
bereits am 23.05.1924 wieder aufgehoben. Durch die Initiative einiger
alter Turner wurde am 14.06.1924 im Lokal August Herrmann eine Wiedergründung
der "Vereinigten Turnerschaft Siegelbach" vorgenommen. Kurze Zeit
später beschloss man den Bau einer vereinseigenen Turnhalle. Aus
finanziellen Gründen scheiterte dieses Vorhaben. Die Übungsstunden
mussten daher in den Sälen der drei Gaststätten abgehalten werden.
1932 löste sich die Handballabteilung auf und eine Fußballabteilung
wurde gebildet. Dies stieß aber auf heftigen Widerstand des im Jahre
1919 gegründeten Fußballvereins "Germania Siegelbach". Am 02.02.1932
kam man überein, sich ab dem 01.01.1933 zusammenzuschließen. Fortan
trug der Verein den Namen "Turn- und Sportverein Siegelbach".
Die Turner nahmen, wie bisher, an durchweg allen Vereinsfesten der
umliegenden Vereine sowie an den Gau- und Kreisturnfesten teil.
Die Deutschen Turnfeste
- 1923 in München
- 1928 in Köln
- 1933 in Suttgart
- 1938 in Breslau
- 1953 in Berlin
- 1958 in München
- 1963 in Essen
- 1968 in Berlin
- 1973 in Stuttgart
- 1978 in Hannover
- 1983 in Frankfurt
- 1987 in Berlin
- 1991 in Dortmund
wurden besucht. Am 15.07.1934 wurde das 40-jährige Stiftungsfest
begangen, verbunden mit einem Wertungsturnen.
Im März 1933 wurde der Vereinsname in "Turn- und Sportverein 1894
Siegelbach" geändert. Die 1. Fußballmannschaft schaffte im gleichen
Jahr den Aufstieg in die damalige Kreisklasse 1.
Der 2. Weltkrieg riss große Lücken in die Reihen der aktiven und
passiven Mitglieder des Vereins.
Als nach Kriegsende da Fußballspielen wieder erlaubt war, fanden
sich genügend Idealisten, die eine neue Fußballabteilung aufbauten.
Man verstand sich als Rechtsnachfolger des "Turn- und Sportvereins
1984 Siegelbach" und führte nunmehr den Namen "Sportclub Siegelbach".
Der seinerzeitigen 1. Mannschaft war, dank der Unterstützung mit
allen damals zur Verfügung stehenden Mittel und Opfer der Vereinsmitglieder
- und man kann sagen der ganzen Gemeinde - ein kometenhafter Aufstieg
beschieden.
Die Siegelbacher Fußballer waren in den damaligen "Französischen
Nordzone" ein Begriff.
1947 Aufstieg in die Landesliga (damals zweithöchste Spielklasse),
1948 Meisterschaft der Gruppe Hinterpfalz, Aufstiegsspiele gegen
den Gruppensieger Vorderpfalz ASV Oppau um den Aufstieg in die Zonenliga.
Dem 1:1 in Oppau folgte in Siegelbach ein 0:0. Das notwendig gewordene
Entscheidungsspiel wurde dann in Neustadt/Weinstasse mit 3:1 verloren.
In der Pokalrunde, die ebenfalls 1948 durchgeführt wurde, gelang
es der gleichen Mannschaft so prominente Gegner wie den 1. FC Kaiserslautern
Res. mit 4:3 und die Phönix aus Ludwigshafen mit 5:1 auszuschalten,
um schließlich am 30.05.1948 auf dem Betzenberg in Kaiserslautern
die 1. Mannschaft des FK Pirmasens mit 3:2 niederzuringen. Mit diesem
Sieg war Siegelbach Pokalmeister der Pfalz.
Nach dem Weggang der Spieler Bernd Fuchs und Otto Render zum 1.
FCK -beide waren 1951, Render 1953 bei der Erringung der Deutschen
Meisterschaft durch den 1. FCK eingesetzt - von Werner Gleich zum
VFB Bielefeld, sowie Heinrich Stork und Helmut Bier zu ihren Stammvereinen,
konnte die Mannschaft ihren bisherigen Leistungsstandard nicht beibehalten.
Der Abstieg in die unteren Klassen ließ sich nicht mehr aufhalten.
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Siegelbach 1919 |
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| Stehend von links: |
Karl Herrmann, Anton Kuhn, Reinhold
Heinrich, Johann Render, Rudolf Blauth, Heinrich Herrmann, Julius
Müller |
| Mitte von links: |
Martin Urschel, Konrad Kuhn,
Heinrich Hach |
| vorne von links: |
Emil Anefeld, Jakob Hach, Konrad
Hach |
Siegelbach
1922 |
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| Stehend von links: |
Heinrich Urschel, Jakob Schuff,
August Herrmann, Theodor Schwehm, Konrad Urschel, Eugen Zumbach |
| Mitte von links: |
Ernst Schwehm, Johann Stutzenberger,
Jakob Gaul, Rudolf Blauth, Heinrich Knissel |
| vorne von links: |
August Schwehm, Christian Henrich |
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